Zwischen der geschlossenen Faust eines Neugeborenen und den zwei Fingern, mit denen ein einjähriges Kind eine Erbse aufhebt, liegt eine lange Entwicklung. Wer die Stufen kennt, versteht, warum ein bestimmtes Spielzeug plötzlich interessant wird und ein anderes liegen bleibt.
Ein Neugeborenes schließt die Hand, sobald etwas die Handfläche berührt. Es kann den Griff aber nicht willentlich lösen. Deshalb sind Rasseln mit dünnem Stiel in dieser Phase eher unpraktisch, und Übersichten wie https://bright-starts.de/ führen für die unterste Altersstufe vor allem leichte, weiche Greiflinge.
Nach einigen Wochen sind die Fäuste häufiger geöffnet, und das Kind betrachtet die eigenen Finger. Das ist keine Nebensache, sondern die Voraussetzung dafür, dass Hand und Auge zusammenarbeiten.
Als Nächstes führt das Kind die Hände vor dem Körper zusammen und fasst mit beiden zugleich zu. Gegenstände, die sich von zwei Seiten packen lassen, sind jetzt genau richtig: Ringe, weiche Bälle, Stoffwürfel.
Der Mund ist in diesem Alter das genaueste Tastorgan. Ein Kind erforscht damit Form, Kante und Oberfläche. Das ist normal und lässt sich nicht abgewöhnen, aber es bestimmt, was in Reichweite liegen darf.
Später gibt das Kind einen Gegenstand von einer Hand in die andere. Damit kann es zwei Dinge halten, vergleichen und gezielt loslassen. Loslassen ist übrigens die schwierigere Leistung, nicht das Greifen.
Gegen Ende des ersten Jahres bildet sich der feine Griff mit Daumen und Zeigefinger aus. Ab da werden kleine Teile am Boden zum Thema, und die Wohnung muss anders abgesucht werden als vorher.
Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, und Monatsangaben sind Orientierungswerte. Auffällig ist eher, wenn eine Hand dauerhaft weniger benutzt wird als die andere oder wenn ein Kind Gegenstände über längere Zeit gar nicht ergreift. Das gehört in die Kinderarztpraxis.
Zwei bis drei Gegenstände in Reichweite genügen. Ein Kind übt an einem Ding, das es kennt, mehr als an fünf, die alle gleichzeitig herumliegen. Legen Sie den Rest in eine Kiste und tauschen Sie alle paar Tage, dann wirkt vertrautes Material wieder wie neu.